Ostafrika: Heuschreckenplage bedroht Nahrungsgrundlage von Millionen Menschen

Sie bedroht die Nahrungsgrundlage von Millionen Menschen: Trotz großflächiger Bekämpfung wütet in Ostafrika noch immer eine schwere Heuschreckenplage. Die sogenannten Wüstenheuschrecken könnten in den kommenden Monaten Ernten in großem Ausmaß zerstören, warnte die Integrated Food Security Phase Classification (IPC). Die Organisation wird unter anderem von der Uno unterstützt und erstellt eine global genutzte Klassifizierung für Nahrungsmittelunsicherheit.

Rund 13 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia, Uganda und Südsudan seien bedroht, hieß es. Folglich sind vor allem solche Länder betroffen, in denen viele Menschen ohnehin an Unterernährung leiden. Wegen Dürren, Konflikten und hohen Lebensmittelpreisen ist das Essen vielerorts knapp.

Seit Monaten überziehen Schwärme aus Millionen Wüstenheuschrecken ganze Landstriche in Ostafrika. Starker Regen hat die Vermehrung der Tiere in den vergangenen Monaten begünstigt. In Kürze beginnt die wichtigste Pflanz- und Erntezeit in der Region. Sollten die Insekten dann immer noch großflächig unterwegs sein, könnten die Folgen nach Angaben von Experten verheerend ausfallen.

Nach Angaben der Aktion Deutschland Hilft wird in besonders betroffenen Gebieten bereits jetzt Nothilfe geleistet. Es sei ein Bündnis internationaler Organisationen vor Ort aktiv. In anderen Regionen gehe es um Vorsorge: „Angesichts herannahender Heuschreckenschwärme versuchen Betroffene mit Unterstützung von Helfern jetzt zu retten, was zu retten ist“, sagte Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand des Bündnisses.

Icon: Der Spiegel

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